Sicher ist sicher, nur das Gefühl hat Nachholbedarf
Objektiv betrachtet lebt es sich in unserer Stadt sicher. Die Polizei bestätigt: Die Sicherheitslage ist stabil, die Zahlen im grünen Bereich. Also kein Grund zur Sorge – wenn da nicht das hartnäckige Bauchgefühl vieler Bürgerinnen und Bürger wäre, das sich davon nur mäßig beeindrucken lässt.
Denn während die Polizeistatistik beruhigt, sorgen andere Eindrücke für Unruhe: Gruppen mit erhöhtem Alkoholpegel in zentralen Bereichen, gelegentliche Auseinandersetzungen oder gleichmäßig verteilte Verpackungsreste auf öffentlichen Flächen. Abfall im öffentlichen Raum fällt zwar streng genommen in den Zuständigkeitsbereich des Ordnungsamts, ebenso wie kreativ abgestellte Fahrzeuge, doch das Sicherheitsgefühl differenziert hier nicht ganz so genau.
Auto-Poser hingegen dürfen sich sicher sein: Sie liegen im Aufgabenfeld der Polizei. So entsteht ein Zusammenspiel: Die einen sorgen für Ordnung, die anderen für Sicherheit – und sichtbar präsente Streifen der Polizei wie auch der Ordnungskräfte wirken oft überzeugender als jede Statistik.
Hilfreich wäre zudem, wenn Hinweise der Mitarbeitenden des Ordnungsamts Gehör fänden. Schließlich wissen sie ziemlich genau, wo es im Stadtbild „interessant“ wird.
Am Ende gilt: Wenn Polizei, Ordnungsamt und Bürgerschaft an einem Strang ziehen, könnte das Sicherheitsgefühl vielleicht eines Tages mit der Realität Schritt halten. Bis dahin bleibt es gefühlt ausbaufähig.
Ihre FDP-Fraktion – vernünftig, konsequent, verlässlich.
Kontakt: Hildegard Ostermeyer
Biberach Kommunal 28.03.2026,
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